
Die Deutschen und ihre Behörden sind bei Resilienz der Infrastruktur und der Notfallversorgung naiv. Anders als in der Ukraine fallen Strom- und Wasserversorgung allenfalls für Tage wie in Berlin aus, meistens durch Bauarbeiten für marode Strom-, Wasser-, Abwasser- und Telefonkabel. Die dauern gerne mal einige Wochen. Fachkräfte für Ersatzleitungen fehlen. Das trifft die stolzen Besitzer von Wärmepumpen und eAutos besonders. Gerne schaltet auch ein Mitarbeiter in der Zentrale falsch oder bedient das digitalisierte System falsch. Selbst bei Google konnten die Mitarbeiter zwei Tage lang die Gebäude nicht betreten, weil ein Mitarbeiter ein falsches Directory setzte. (Den alten Drehstrom Zähler sollten sie behalten und nicht durch ein Smartmeter ersetzen lassen!)
Fröhlich werden vom Strom abhängige Geräte im Haus wie z.B. elektrische Rollläden, Garagentoröffner, FritzBoxen usw installiert. Gerne vergißt man dass auch Gas- und Pelletsheizungen Strom brauchen. Opa am Beatmungsgerät und Zierfische im Becken japsen wenn der Strom ausfällt und der Babyflaschenwärmer auch Strom braucht. Telefon und Internet funktioniert nur noch mobil. Bei grösseren Störungen z.B. bei Überschwemmungen fällt auch das Mobilfunknetz aus oder es ist überlastet weil nur wenige Kanäle zur Verfügung stehen. Das ist nicht weiter schlimm weil sowieso Behörden und Handwerker kein Gespräch annehmen.
Konkrete Pläne für kleine Notfälle gibt es allenfalls für die Feuerwehr, Rotes Kreuz u.a. Die Pläne bei Behörden funktionieren nicht wenn der zuständige Beamte nicht erreichbar ist (das Telefonnetz und das Internet funktioniert ja nicht)
Das Wassernetz muss genügend Wasserdruck für die Löschung bereitstellen. Das WASSERWERK in Stuttgart verwendet altmodische Telefone mit Drehscheibe, die vom Stromnetz unabhängig sind. Problem: Jüngere Mitarbeiter können diese nicht bedienen!
Stuttgart wurde z.B. 1972 von einem 15 minütigen Hagelsturm 1972 Video überschwemmt und lahmgelegt (6 Tote). Zum Glück funktionierte der Krisenstab (es geschah während der Bürozeit) und die alten Telefonleitungen waren noch wasserdicht. Bei der Überschwemmung im Ahrtal brach die Infrastruktur und das Krisenmanagement total zusammen.
Australien sorgt da vor, es werden Mobilfunk Drohnen für unterversorgte Gebiete und bei Katastrophen eingesetzt. Das hätte man im Ahrtal gut gebrauchen können.
Manche Geräte im Haus stören kurzzeitige Unterbrechungen nicht. Tiefkühlschränke vertragen schon mal 6 Stunden ohne Strom. Empfehlung: Mal abschalten und sehen wie die Temperatur zurück geht. Mein TK steht kühl im Keller! Einmal im Jahr Aufzüge, Türanlagen usw mit Abschalten des Stroms überprüfen.
Leider liefern „Balkonkraftwerke” keinen Strom wenn das Stromnetz ausfällt (welcher Ökologist weiß das?). Man kann aber ein tragbares Notstromgerät an die Solarpaneele anschließen. Dazu braucht man aber passende Kabel. Ich nutze mein Jackery von April bis November um eine kleine Umwälzpumpe für mein Seerosen/Goldfisch Becken. It 1 kWh/Tag zu betreiben Das Wasser bleibt dann ohne Chemie klar. Damit kann ich meinen Gitarren- und Mikrofonverstärker beim Konzert im Grünen betreiben.
Eine unsinnige Frage ist, wann sich die Anlage amortisiert. Ein neuer Anzug amortisiert sich nie!
Mit einem mobilen Notstromgerät kann man auch „Strom holen“ z.B. mit dem Fahrrad oder Verbrennerauto aus Bezirken wo das Netz noch funktioniert.
Im Winter könnte man auf die Idee kommen, die Batterie an der Autosteckdose bei Leerlauf aufzuladen. Das funktioniert aber nur bei älteren Autos. Neue Autos liefern im Leerlauf keinen Strom obwohl es z.B. in meinem Mercedes Handbuch zum Laden der Autobatterie bei zu niedriger Spannung empfohlen wird. Das führt gern zum „Rentner Blackout“ wenn das Auto wenig bewegt wird.
In der Ukraine werden viele Notstrom Aggregate mit Solar und Benzinmotoren betrieben. China kann unbegrenzte Stückzahlen für die ländlichen Gebiete Chinas aber auch für Länder in denen es keine zuverlässige Stromversorgung gibt.
Deutschland wird demnächst wohl auch zu diesen Ländern gehören.
PS Zum Thema Abhängigkeit vom Ausland wer weiß dass
- Windradflügel aus China kommen
- Blitze der größte Feind der Windradflügel sind – je länger der Flügel desto schlimmer
- Windräder müssen immer für schweres Gerät zugänglich sein.
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