China will den US Müll nicht mehr

Während sich die Deutschen große Sorgen um ihre Plastiktüten machen, bricht in USA die Müllverwertung zusammen. Großstädte in USA haben bisher Restmüll nach China verschifft. Diese Aus den Augen aus dem Sinn Methode funktioniert nicht mehr. Die Chinesen wollen den US Müll nicht mehr. Schon wieder ein Exportgut aus USA den der Rest der Welt nicht mehr will. Die US Städte müssten jetzt teure Müllverbrennungsanlagen bauen und betreiben ähnlich wie Deutschland. Damit würden sich die Kosten für die Müllentsorgung um 400% erhöhen. Das machen die US Bürger wohl nicht mit.

Deutschland sendet seinen Problemmüll nicht nach China sondern nach Afrika. Dort muss man keine Proteste erwarten solange man die Potentaten genügend schmiert. Von Afrika hat der deutsche Plastikmüll auch einen kürzeren Weg zu den Stränden der EU. Umweltschutz endet nicht an Ländergrenzen.

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Frauentag der Klageweiber

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Wer heute Aufmerksamkeit erreichen will, muss mindestens einen Tag im Jahr für sein Anliegen reservieren. Die Blumenlobby hat eigentlich schon den Valentinstag als Tag der glücklichen Frauen etabliert. Offensichtlich braucht man aber auch einen Frauentag für die unglücklichen Frauen. Dabei wird immer wieder geklagt, daß Frauen in der „alten Gesellschaft“ bei Führungspositionen unterrepräsentiert sind. Ob die Idee der Familienministerin Giffey, die Müllmänner durch Müllfrauen zu ersetzen großen Erfolg haben wird, ist ungewiß.

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel sinnvoller wäre es wenn sich deutsche Frauen anstatt in den alten Industrien z.B. in der IT Industrie umsehen würden, in der es viele neue Arbeitsplätze und auch Aufstiegschancen gibt. Dort gibt es viele neue Jobs gibt, die auch nicht bereits von Männern besetzt sind. In der IT Branche entwickeln sich auch neue flexible Arbeitsformen bei denen nicht die Stunden im Büro sondern die Leistung zählt und man seinen Wohnort selbst bestimmen kann.

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Ein Beispiel für einen modernen Arbeitsplatz ist z.B. Happiness Engineer bei der Firma Automattic, den man auch als alleinstehende Mutter mit zwei Kindern machen kann. Voraussetzung ist allerdings die Beherrschung der modernen IT Methoden und die Arbeit in verteilten internationalen Teams. Da werden wohl viele Klageweiber passen müssen und sich auch nicht für die Ausbildungskurse der Firma Automattic melden.

Die Deutschen verharren noch immer im Email-Zeitalter, damit die Büroarbeit nicht ausgeht. Die Behörden sind sogar meist noch im Papierzeitalter (aber ganz modern mit Scanner!). Dienst für glückliche Kunden ist da mit der jetzigen Männerriege im Management nicht in Sicht. Anstatt in die Technik drängen viele Frauen in die typischen BWL Verwaltungspositionen, die schlechter bezahlt werden und die bei Einführung moderner IT wegfallen.

Ich muß allerdings zugeben, daß die Änderung des Verhaltens vom  miteinander Werkeln zu effektiver Kooperation nicht einfach ist.

Als Manager des Teams, das ab 2001 im IBM Labor den IBM Portal Server entwickelt hat, habe ich meine Mitarbeiter angehalten ihr Produkt für die Organisation ihrer eigenen Arbeit zu verwenden. Das war mühsam führte aber zu überraschenden Verbesserung des Produkts und Glaubwürdigkeit beim Kunden.

Als das Team aber wuchs und amerikanisiert wurde, konnte die Methodik nicht mehr durchgesetzt werden.

In Deutschland gibt es nur wenige Firmen in denen IT gestütztes kooperatives Arbeiten als Methodik gelebt wird. Industrie 4.0 ist wohl attraktiver als Arbeitsplatz 5.0.

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