Thorium Reaktor – Grundlast Generator für die Energiewende?

Nachdem selbst die dunkelgrünen Idealisten erkennen, dass man allein mit Wind- und Sonnenenergie keine vernünftige Stromversorgung aufbauen kann, beginnt weltweit eine Suche nach Techologien für die Erzeugung von Grundlast möglichst ohne CO2 Ausstoß. In Deutschland möchte man das Problem zumindest bei verringertem CO2 Ausstoß mit Gaskraftwerken lösen. Damit wird dann aber extrem abhängig von Gaslieferungen speziell aus Russland und kann die Gaskraftwerke nicht wirtschaftlich betreiben, da sie nur partiell genutzt werden.Die damit notwendigen Subventionen müssen natürlich die Verbraucher bezahlen. Das mag in einem reichen Land wie Deutschland machbar sein. Für viele ärmere Länder ist das aber keine vernünftige Option.

Nachdem die konventionelle Nukearindustrie ihre Felle davonschwimmen sieht, ist man jetzt bereit umzudenken und in alternative Reaktortechnik zu investieren. Dabei kommt die schon lange bekannte Thorium Technologie wieder ins Spiel. Thorium Reaktoren wurden in den 60er Jahren als Alternative zu Uran Reaktoren von vielen Wissenschaftlern befürwortet. Einige Vorteile: Thorium Reaktoren (siehe Thorium Energy Alliance – Short Intro Video) können nicht unkontrolliert „durchgehen“, der Brennstoff Thorium ist weltweit bei geringen Gestehungskosten verfügbar und radioktive Abfälle fallen in geringerer Menge und mit wesentlich geringerer Abklingzeit (300 Jahre) an. Thorium Reaktoren können auch in kleinerem Maßstab gebaut und wirtschaftlich betrieben werden und sind deshalb besonders für Entwicklungsländer, die keine großen Überlandnetze bauen wollen, interessant. Selbst in Deutschland fragt man sich, ob zentrale Windkraftwerke, die weit weg von den Verbrauchern stehen, wirklich sinnvoll sind. In Baden-Württemberg werden bereits alte Windräder abgebaut, die unwirtschaftlich sind.

Die Entwicklung von Thorium Reaktoren wurde u.a. eingestellt, weil man damit keine Atombomben herstellen konnte. Was damals ein Nachteil war kann sicher heute ein Vorteil sein.

China und Indien entwickeln bereits kleine Thoriumreaktoren, die mit 300 MW Leistung schon keine reinen Forschungsanlagen sind. In Chicago findet heute die Thorium Conference Chicago  2012 statt, bei der die Entwicklung und der Einsatz dieser Technik diskutiert wird.

Im Gegensatz zu den Weltuntergangsszenarien der Klimaschützer werden hier die Probleme der Energieerzeugung für eine wachsende Welt aktiv angegegangen. Das läßt die Hoffnung aufkommen, dass die Wissenschaftler und Ingenieure dieser Welt, Lösungen für globale Probleme finden können, wenn man ihnen Freiraum und Geld für die Entwicklung gibt.

PS 5/2018: Die Wind- und Sonne Aktivisten und Atomkraftgegner bekämpfen die neue Technologie bevor sie überhaupt eingesetzt wird. Man holt dabei die von Politikern mit Erfolg gepflegte Terrorismuskeule heraus. Natürlich kann man mit den Abfallprodukten der Thorium Reaktoren beliebig viele Terrorszenarien gestalten – radioaktives Material ist immer gefährlich. Wie immer muss man die Chancen und Risiken abwägen. Reiche und arme Länder werden dabei wohl zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

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