Politiker lässt zwei Lebensabschnittsgefährtinnen und die Ehegattin vom Staat bezahlen

Berlin HdrPolitiker haben es heute schwer. Schon eine geringe Bevorteilung der Ehefrau oder der Kinder, die einem Abgeordneten etwas Arbeit abnehmen und dafür recht und schlecht bezahlt werden, ist der Öffentlichkeit heute schon ein Dorn im Auge. Verblüffend ist es dann doch, dass ein ranghoher Politiker seine aktuelle Lebensabschnittsgefährtin als Repräsentantin des Staates beschäftigt, deren Ausgaben für Kleidung, Reisen usw vom Amt übernommen werden und für die sogar ein eigener Stab von Mitarbeitern arbeitet. Mag dieses Beschäftigungsverhältnis, bei dem es keinen Arbeitsvertrag und keine offizielle Bezahlung gibt, den etwas antiquierten Vorstellungen von der Führung eines Amtes geschuldet sein, so ist es doch sehr ungewöhnlich, dass die vorherige Lebensabschnittsgefährtin als Beraterin beschäftigt wird, wobei sowohl Leistung als auch Bezahlung Top Secret sind. Neben diesen Lebensabschnittsgefährtinnen gibt es noch die Ehefrau, für die vom Staat offensichtlich nur die Krankenversicherung und die Beihilfe bezahlt wird. Dazu kommt, dass der Amtsträger gerne Posten an seine Spezeln vergibt, die dann beim ersten Streit entlassen werden müssen und sich mit Übergangsgeldern einen schönen Lenz machen.

Eine solche Konstellation würde bei einem Abgeordneten selbst in Bayern das politische AUS bedeuten. Bei unserem Bundespräsidenten Gauck wird das alles wohl durch die Würde des Amtes gedeckt. Siehe hierzu den Bericht im Fokus . Man stelle sich nun vor, dass Herr Gauck sich eine neue Lebensabschnittsgefährtin wählt. Vielleicht kommt dann auch der deutsche Wähler auf die Idee, dass Amt und Privatleben besser getrennt werden sollten.

Der ganze Aufwand wird unter dem Vorwand betrieben, dass das „Protokoll“ eben verlangt, dass der Bundespräsident von seiner Gattin begleitet wird. Das wird aber dann peinlich wenn z.B. der Staatspräsident von Frankreich zum Termin am Hartmannsweilerkopf ohne Gattin antritt (lebt in Scheidung) aber die Lebensabschnittsgefährtin von Gauck unbedingt dabei sein muss.

Vorbildlich ist das Verhalten der Bundeskanzlering und der Verteidigungsministerin. Weder Frau Merkel noch Frau von der Leyen lassen die Anzüge ihrer Ehemänner auf Staatskosten anfertigen nochr nehmen sie ihre Ehemänner bei Dienstreisen auf Staatskosten mit. Offensichtlich hat man da mit dem „Protokoll“ keine Probleme.

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