Leopoldina – die Krise ohne Technik und Digitalisierung nachhaltig überwinden

In Mao’s rotem Büchlein kann man Nachlesen wie man ein Problem in der Politik lösen sollte. Mao‘s Rat: man benenne sechs Experten und folge dann ihrem Rat.

Das Komitee bei der Arbeit

Ganz offensichtlich wollte die Kanzlerin die Verantwortung für die Richtlinien der Politik an eine kleine Herde von Schafen abgeben, die das Mähen der Corona Wiese auch mit Begeisterung übernommen haben.

Frau Merkel hat eine Horde von Professoren der Leopoldina als ihre Experten für die Beratung in der Corona Krise erwählt. Damit ist sicher gestellt, daß der größte Grad an Weltfremdheit erreicht wird. Es fehlen sowohl Kenner der Verwaltungen in Bund, Ländern und Gemeinden als auch Vertreter der Industrie, Gewerkschaft, Sozialstiftungen (Träger der Krankenhäuser und Pflegeheime) und Softwareunternehmen. Auch Geistliche, die zum Absegnen der Beschlüsse benötigt werden findet man nicht. Man schaue sich einmal die Liste der Leopoldina Teilnehmer (26) an.

Der Bericht der Leopoldina ist eine Sammlung von klugen und unverbindlichen Empfehlungen aus denen sich die Politik je nach Geschmack etwas heraus suchen kann. Eine Priotisierung nach Wichtigkeit und Dringlichkeit findet nicht statt. Kein “Action Plan”. Bei Mao hätten die Leopoldiner wohl schlechte Karten gehabt.

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Geld oder Leben – oder Geld zum Leben

Wer zahlt die Rechnung? Nicht alle

Ein wesentlicher Unterschied zwischen der Banken Krise von 2008 zur Corona Krise von 2020 ist, daß die Regierungen Hilfsgelder direkt an Bürger und nicht an abstrakte Institutionen wie Banken und Fonds auszahlen. Wer z.B. in USA seine in Aktien oder Immobilienfonds angelegte Altersversorgung verloren hat ging leer aus. Anders als die Spekulanten brauchten die Rentner das Geld zum Leben und konnten nicht warten bis die Aktienkurse in der nächsten Blase wieder steigen.

Der deutsche Bürger reibt sich verblüfft die Augen. Vor drei Monaten wurden Staatsschulden noch verteufelt und die schwarze Null angebetet. Die Geldmenge wurde dabei von den Banken mit Unterstützung der Zentralbanken bis zum Überfluss erhöht. Bei Negativzinsen wollte gar niemand mehr Geld haben!

Zum Glück gibt es jetzt genügend Arbeitslose, gescheiterte Kleinunternehmen, Not leidende Großunternehmen, Gemeinden und Staaten, die Geld brauchen. Damit kann man die Konjunktur über die Verbraucher ankurbeln. In USA hat man persönliche Schecks an die potentiellen Wähler geschickt. Die Auszahlung hat sich allerdings verzögert. Die Schecks mussten mit der Unterschrift von Donald Trump neu gedruckt werden! Kleines Problem: da die meisten Amerikaner überschuldet sind haben die Banken die Hilfsgelder gleich kassiert und nicht ausgezahlt.

Bei uns kommen die Euros von der EZB. Bei den meisten Geldscheinen hat Herr Draghi unterschrieben. Beim virtuellen Geld unterschreibt typisch niemand.

Aus der Geschichte des Bankenwesens wissen wir wie Geldsysteme enden, wenn die Bürger das Vertrauen in die Währung verlieren. Es ist da ähnlich wie bei einer Pandemie. Jeder weiß dass die Krise kommt aber keiner weiß wann.

Bei den Geldscheinen der Badischen Bank von 1923 konnte man die Krise leicht erkennen. Da die Geld Druckmaschinen nicht mehr nachkamen blieb die Rückseite unbedruckt!

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