Die reichsten Männer der Welt – haben ihr Vermögen selbst verdient

Gold im TresorDie reichsten Männer der Welt haben ihr Vermögen nicht geerbt sondern mit neuen Ideen selbst erarbeitet. Die meisten haben sich aus kleinsten Verhältnissen hochgearbeitet.  Verblüffend wie viele ihr Geld mit IT Startups gemacht haben. Selbst Deutschland ist mit Hasso Plattner (Stiftung) in der Liga dabei. Fast keiner der wirklich Reichen hat sein Vermögen geerbt oder in konventionellen Geschäftsbereichen gemacht. Eines der Geheimnisse der IT Reichen ist, daß sie ihre Mitstreiter von Anfang an am Wachstum der Firmen beteiligt haben. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nur „alle gerecht“ entlohnen und außerordentliche Leistungen und Bereitschaft zum Risiko nicht entsprechend entlohnen („Ihre Gehaltsforderungen würden das Gehaltsgefüge unserer Firma sprengen!“) haben wohl keine Chance erfolgreiche Großunternehmen zu werden.

Es ist nur folgerichtig daß Unternehmer wie Bill Gates und Warren Buffet ihr Vermögen nicht wie üblich an ihre Nachkommen verteilen, sondern als Spenden an die Allgemeinheit geben. Nun kann man sich beklagen, daß die Bill und Melinda Gates Stiftung das Geld nicht mit Steuern an staatliche Stellen transferiert, sondern Entwicklungshilfe selbst organisiert. Effizienter als die deutsche Entwicklungshilfe ist das allemal. Lieber Gates und Buffet als Putin und Trump – auch wenn sie keine „demokratische Legitimation“ sondern nur Charakter haben. Zum Nachdenken!

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Hochkultur und Tiefkultur in Hamburg

kunsdMit Getöse hat die Prominenz in Hamburg die kulturelle Pyramide Elbphilharmonie eingeweiht, die sowohl für das Hamburger Musikleben als auch für die Bevölkerung wenig bringt. Schon beim Eröffnungskonzert wurde klar, daß viel Geld in Hardware gesteckt wurde aber kein Geld für die Software, die Musiker, vorhanden ist. Die „Weißkopfadler“ Fans der klassischen Musik benötigen zunehmend Hörgeräte und können die spezielle Akustik des neuen Rundsaals wohl kaum genießen. Es ist kaum anzunehmen, daß die Zahl der Konzertbesucher aus Hamburg drastisch ansteigt. Die Besucher werden sich von den bestehenden Sälen in die Elbphilharmonie bewegen und große finanzielle Lücken in den anderen Einrichtungen reißen.

Nimmt man an, daß an 100 Tagen etwa 1000 auswärtige Zuhörer auch in Hamburg zwei Tage übernachten, so kommt man auf etwa 200 000 Übernachtungen im Jahr.

Die „Tiefkultur“ im Hamburger Miniatur-Wunderland verzeichnete im Jahr 2016 1.4 Millionen Besucher  mit geschätzten 250 000 Übernachtungen und geschätztem 7 stelligen Umsatz für die Hamburger Wirtschaft. Das Miniatur-Wunderland wird von alt und jung, arm und reich und nicht nur von gutbetuchten Senioren besucht. Eine Attraktion fürs „Volk“! Dafür brauchte man aber keine Milliarden-Investionen der öffentlichen Hand. Letztendlich dient die Elbphilharmonie nur einer riesigen Immobilienspekulation bei der Spekulanten reich und die öffentliche Hand arm wurde. Ganz ähnlich läuft es beim Pyramidenbau S21 Bahnhof in Stuttgart.  Zumindest wird in Hamburg nicht der Verkehr in der gesamten Region behindert wie in Stuttgart. Typisch werden die großen städtischen Bauprojekte mit etwas Kultur garniert, damit die Bevölkerung nicht offen gegen die massive Bebauung und die Vernichtung der städtischen Freiräume rebelliert.

Wer wissen möchte wie eine solche Kulturpyramide nach einigen Jahren aussieht, sollte sich in das Innere der Oper in Sidney begeben und das aufregende Opera House Programm auf sich wirken lassen. Zumindest gibt es dort ab und zu einen Flohmarkt fürs Volk.

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