Internet verliert gegen die Straße

KatzenjammerIn Deutschland gibt es wahrscheinlich hunderttausende Bürger, die zusätzlich zu vernünftigen Journalisten versuchen mit Beiträgen im Web die Politiker zu sinnvollem Handeln anzuregen und sie von sinnlosem, asozialem Verhalten abzubringen. Die Erfolge, die man mit Kommunikation erzielen kann, sind jedoch äusserst bescheiden.

Will man in Deutschland politisch etwa gegen die verkrusteten Strukturen der Parteien etwas erreichen, brauchen nur einige tausend, meist recht schlecht informierte Bürger auf die Straße zu gehen und laut zu pöbeln und zu schreien. Sofort erhält man die Aufmerksamkeit der Medien (die wollen ja Bilder und keine Argumente) und auch der Politiker. Beflissen ändern die Parteien den Kurs um ja nicht noch die letzen Prozente an Stimmen am rechten Rand zu verlieren. Anstatt auf sich auf die billige Polemik der Straße einzulassen, sollten verantwortungsvolle Bürger bei den Wahlen deutlich machen, daß sie mit billiger Polemik nicht zu fangen sind. Allerdings muss man sich rechtzeitig Gedanken machen, wen man eigentlich bei der nächsten Bundestagswahl als verantwortungsvoller, gemäßigter, liberaler Bürger noch wählen kann.

Die Deutschen sollten sich immer wieder bewußt werden, daß das Unglück der 12 bis 14 Millionen deutschen Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg mit Aufmärschen auf der Straße begann. Gegen die Auffanglager der Flüchtlinge gab es damals keine Proteste. Man konnte ja die Lager und Baracken der Nazis inklusive ihrer hervorragenden Organisation verwenden. Die jungen Deutschen sollten sich von den noch lebenden Flüchtlingen erzählen lassen wie „freundlich“ sie von den Eingesessenen  aufgenommen wurden. Ohne den Druck der Allierten hätte es wohl nicht so gut geklappt.

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Die nächste US Finanz Blase – Subprime Auto Kredite

Nachdem die Hypotheken Krise in USA durch Ankäufe der faulen Kredite durch die  Zentralbank FED elegant gelöst wurde, baut sich schon die nächste Blase auf. Nun vergeben die Banken in USA  Kredite für Autos an unsichere Kundschaft – etwa 145 Milliarden $ wurden bereits an Kunden ausgeliehen, die wahrscheinlich ihre Schulden nicht bezahlen können. Das interessiert aber die Banken wenig, die zunächst einmal schöne Zinsgewinne in ihre Bücher schreiben können. Man ist sich ja sicher, dass die FED wieder die Rechnung bezahlt, wenn es schiefgeht. Die Angebote sind verlockend. Man bekommt zur Zeit einen neuen Porsche Cayenne für etwa 60 k$ (50 k€), der in Deutschland etwa 80 k€ kostet. Hier könnte TTIP Freudenschreie bei den deutschen Bleifüßlern auslösen, wenn man für das gleiche Geld hier ein Auto auf Pump bei < 1% Zinsen erwerben könnte. Die USA zeigen mal wieder wie man die Konjunktur ankurbelt. Mit verschenkten Autos geht das ja sehr einfach. Bei uns sieht man den Trend ja auch schon und bei der letzten Krise hat die Abwrackprämie ja auch ganz gut funktioniert

Die EU und unsere Wirtschaftsexperten träumen ja auch von ähnlichen Programmen. Wenn die Bürger Schulden machen kann ja Herr Schäuble bei seiner schwarzen Null für die Staatsausgaben bleiben. Frankreich denkt aber sicher schon darüber nach, wie  die alten französischen Stinker durch moderne Autos von Renault und Co. auf EU Kosten ersetzt werden können. Da die Deutschen ja für den Klimaschutz das letzte Hemd hergeben, lässt sich da sicher etwas arrangieren. Herr Draghi wird am Ende die Rechnung präsentieren.

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