EU will den Mittelstand im Süden fördern – aber wie?

Syracusa ÖdeObwohl die EU Herren selbst kein Geld haben wollen sie vor allem den Mittelstand in der EU fördern, weil da sehr viele Arbeitsplätze entstehen sollen. Das Geld soll von der EZB kommen. Dort kann man ja beliebig viel Geld für Kredite generieren indem man z.B. einfach wie in USA marode Kredite aufkauft.

Ein schönes Beispiel wie die Mittelstandsförderung der EU funktioniert lieferte neulich Markus Lanz in einer seiner unseligen Talkshows. Hier wurde die Frau eines kroatischen Weinbauern präsentiert, der offensichtlich mit EU Geldern und Krediten sein Weingut aufs Feinste ausgesttatet hat – da blinkte es nur so vor Technik. Auch das Wohnhaus wurde schön renoviert und ein teurer SUV für die vielen Fahrten zu den Banken angeschafft. Nur einmal sah man kurz die ärmlichen Arbeiter, die für den Herrn für geringen Lohn im Weinberg schuften. Nachdem nun so viel investiert wurde, möchte man natürlich den erzeugten Wein teuer verkaufen da man ja jetzt den „Sassicaia“ Kroatiens produziert. Leider fehlen für den teuren Wein aber die Abnehmer. Eine „Linke“ in der Runde bemerkte, dass die Leute für Einkäufe ja Geld bräuchten, dass in Kroatien bei der Bevölkerung offensichtlich nicht im gewünschten Umfang zur Verfügung steht. Die Leute gehen deshalb zu ALDI und kaufen allenfalls die billigen ausländischen Weine.

ALDI steht dabei für die vielen Großunternehmen aus den großen EU Ländern, die mit ihren Preisen jeden mittelständischen Produzenten ruinieren, sobald der Markt eine gewisse Mindestgröße erreicht.

Es ist nur zu verständlich dass die Banken den Mittelständlern, die  mit ihrem Geschäftsmodell keine Chance haben, nicht noch mehr Geld hinterher werfen wollen. Auch die Begeisterung für Investitionen der Mittelständler, die auf hohen Schulden sitzen, läßt nach sobald die Insolvenz droht.

Das EU Parlament sollte schnellstens ihre Illusion vom grenzenlosen europäischen Markt vergessen und darüber nachdenken, wie man den kleinen Ländern im Süden Freiräume schaffen kann, in denen sie ihren Mittelstand wirksam entwickeln können.

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EU Parlament Großmäuler am Werk – nur 300 €/ EU Bürger

Syracusa ÖdeViele EU Bürger sind von der EU völlig enttäuscht. Das liegt zum großen Teil an der Erwartungshaltung, die unsere Großmäuler an der EU Spitze wecken. Da Geld die Welt regiert kann man den tatsächlichen Einfluss der EU recht gut am Geld messen, das für einen Einwohner zur Verfügung steht. Bei einem Jahresetat von 150 Mrd € entfallen auf einen EU Bürger gerade mal 300 €. Nichteinmal über dieses Geld können die EU Parlamentarier entscheiden. Zum Vergleich

EU (nominal)                  300 €/Einwohner
Meine Heimatstadt     3085 €/Einwohner
Land B-W                      3939 €/Einwohner
Bund                               3725 €/Einwohner

Die Ausgaben des Bundes sind mit 37% Sozialausgaben aufgebläht über die der Bund eigentlich nur beschränkt verfügen kann (zum Glück).  Die EU Politiker geben aber gerne vor, dass sie den Menschen in der EU wirksam helfen können, obwohl sie gar kein Geld für wirkungsvolle Massnahmen haben. Nun bekommen sie die in vielen Ländern die Quittung – zu Recht!

 

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