IT Innovationen in Deutschland und USA – wo bleibt Dobrindt?

Katzenbach - Turmuhr Philipp Henn 3 Totale

Digitaltechnik Deutschland 18. Jhrhdt

Es vergeht kein Tag an dem nicht der neue IT Minister Dobrindt verkündet wie gut Deutschland (und speziell Bayern) in der IT aufgestellt ist und welche kleinen Verbesserungen noch von der CSU auf den Weg gebracht werden müssen, um endlich an die IT Weltspitze zu kommen.

Ähnlich sieht es in der Medienlandschaft aus. FOCUS hat gerade den Digital Star 2014 gekürt. Gewonnen hat ein digitaler Phasendrescher, der eine Plattform (Soziales Netzwerk) für Wissenschaftler implementiert hat, die sich über ihre Forschung über OpenScience austauschen wollen. Nun ist das sicher löblich und gibt so manchem Wissenschaftler Gelegenheit seine Forschungsergebnisse in OpenScience auszutauschen. Das haben Wissenschaftler auch ohne diese Plattform früher schon gemacht.

Das Problem bei diesem Startup und vielen anderen in Deutschland ist aber, dass sie  keine profitable Geschäftsidee haben. Deshalb findet sich in USA und schon gar nicht in Deutschland Risikokapital, das benötigt wird, um aus einer Idee ein Unternehmen aufzubauen. Man ist hauptsächlich auf Spenden angewiesen, von denen man mehr schlecht als Recht leben kann.  Typisch ist deshalb, dass die meisten StartUps in Deutschland Pleite gehen kurz nachdem sie einen der vielen Innovationspreise im Land erhalten haben.

Zum Vergleich sollte man sich das Beispiel Symphony Teleca (symphony teleca investors) ansehen, eine US Firma mit 2.5 Milliarden $ Umsatz, die im neuen Feld der Software und Services für „Embedded Systems“ Mitarbeiter, Ideen und Firmen sammelt.  Diese werden dann mit viel Geld von Private Equity Firmen entwickelt und profitabel gemacht. Solche Ansätze sucht man in Deutschland vergeblich. Es fehlen die Entrepreneurs, die neue technische Entwicklungen und Geschäftsfelder beurteilen können und die mit der Finanzindustrie zusammen arbeiten. Aber auch dort fehlen strategische Köpfe. Die Banken sind ja inzwischen mehr mit sich selbst als mit ihren Kunden beschäftigt. Kapital gibt man lieber etablierten Firmen, die damit im Ausland Produktionsstätten aufbauen. Abhilfe tut Not – Herr Dobrindt übernehmen Sie!

Veröffentlicht unter Idee, Innovation, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

ADAC Mitglieder geht doch wählen

Wendeplatte-Fotoes winken schöne Posten in einem florierenden Verein, der nach altem Brauch in allen deutschen Gauen tätig ist. Der Einstieg in die schöne ADAC Welt ist der Posten des Delegierten eines Landesverbandes.  Dem Delegierten winken schöne Posten in einer der vielen ADAC Subunternehmen, da sich die Führung des ADAC sicher gerne etwas für entsprechende Unterstützung bei den Wahlen erkenntlich zeigt. Jedes ADAC Mitglied kann an der Mitgliedsversammlung zur Wahl des Delegierten eine Landesverbandes laut Satzung teilnehmen. Man muss sich hierfür anmelden und seinen Mitgliedsausweis vor der Versammlung vorzeigen. Das Verfahren ist in allen Landesverbänden ähnlich (Beispiel Schleswig-Holstein). Die Wahlen  finden Ende März statt.  Wie auch bei den Parteien üblich hat sich der ADAC aber mit einem Trick in der Wahlordnung gegen die Einflussnahme der Mitglieder abgesichert. Die Ortsvereine, meistens ein kleiner Kreis von Autoenthusiasten, werden durch Delegierte repräsentiert. Schaut man sich die Satzung eines typischen Ortsvereins aber an, so findet man keinen Hinweis darauf, wie die Delegierten für die Abstimmung im Landesverband bestimmt werden. Das würde wahrscheinlich schon ausreichen um die Wahlen beim ADAC anzufechten.

Es ist an der Zeit mehr Demokratie auch in den vielen Verbänden und Lobbygruppen zu praktizieren, die vorgeben sich für eine „höhere“ Sachen einzusetzen und/oder im Namen von unbeteiligten und machtlosen Mitgliedern sprechen. Anstatt kleine Vereine alle zwei Jahre zu prüfen sollten sich die Rechtsaufsicht und die Finanzämter etwas gründlicher um die vielen gemeinnützigen Großvereine kümmern bei denen gemein und nützlich nicht immer verbunden sind.

Siehe auch: Vormarsch der Verbände – ist das noch Demokratie?

Veröffentlicht unter Ärgernis, Sozial, Wirtschaft | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar