Der Badewannen Wirtschaftskapitän – Hans Olaf Henkel

Hans Olaf Henkel ist ein beliebter Gast bei Talk Shows. Er nimmt dabei die Rolle eines Unternehmensführers ein, der als einer der wenigen Talkshow Gäste tatsächlich lange Zeit in einem Unternehmen (IBM) gearbeitet hat und es dort bis zum Geschäftsführer gebracht hat. Dabei sollte man nicht übersehen, des Hans Olaf Henkel von 1987 bis 1993 Geschäftsführer der IBM in Deutschland war, in der Zeit geriet die IBM durch Mismanagement in eine Krise, die fast zu einer Pleite der Firma IBM geführt hätte. Letzendlich wurde IBM dann aber von Louis V. Gerstner mit unkonventionellen Methoden noch gerettet (Who says elephants can’t dance  Das Problem der mangelnden Liquidität wurde z.B. dadurch gelöst, dass IBM einfach drei Monate keine Rechnung bezahlte!) Die Rolle von Hans Olaf Henkel beim Niedergang der IBM als Chef von IBM Deutschland war sicher nicht von zentraler Bedeutung. Die Statthalter in den Ländern wurden von der IBM Zentrale in USA schon immer an der kurzen Leine gehalten. Positive Beiträge zur Lösung der Probleme wurden von Herrn Henkel aber auch nicht vermerkt. In der Krise war es eben einfacher mit den Wölfen zu heulen als Mißstände aufzuzeigen und zu beheben. Hans Olaf Henkel hat dabei auf die Außendarstellung immer mehr Wert als auf solide Arbeit im Unternehmen gelegt was ihm später auch zu seinem Job beim BDI geholfen hat. Auf keinen Fall war Hans Olaf Henkel aber ein überragender Wirtschaftsführer, als der er sich gerne darstellt. Er verdient sich zur Zeit sein Geld u.a. als Senior Advisor für das Investmentbanking der Bank of America, einer der Zombie Banks in USA, die mehr Schulden hat, als die Bank Wert ist und mit mehreren hundert Milliarden $ Staatsgeldern am Leben erhalten wird. Vielleicht sollte sich Hans Olaf Henkel mit seiner Expertise als Spezialist für Firmen- und Bankencrashs positionieren. Da ist im Moment eine Marktlücke bei den Talkshow Gästen.

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Der selbsternannte Finanzexperte Peer Steinbrück – Meister der Schulden

Die Selbstbeweihräucherung von Peer Steinbrück auch mit Hilfe von UrEx Kanzler Helmut Schmidt, nimmt langsam groteske Formen an. Steinbrück positioniert sich gegenüber Presse und Öffentlichkeit als Finanzexperte, der er eigentlich nie war. Dazu muss man sich nur seinen Lebenslauf z.B. in Wikipedia ansehen. In der 8. Gymnasialklasse ist er wahrscheinlich nicht wegen zu guter Kenntnisse in Mathematik sitzen geblieben. Beim Einstieg in die Ministerialbürokratie hat ihm sein großbürgerlicher Hintergrund mit Großonkel Adelbert Delbrück (Mitbegründer der Deutschen Bank) geholfen. In einer Bank hat er nie gearbeitet.

Sein segensreichen Wirken als Ministerpräsident von NRW und im Bund zeichnete sich durch forsches Schuldenmachen aus. In NRW stiegen die Staatsschulden unter Steinbrück von 2002 bis 2005 von 83.2 Mrd € auf 108.9 Mrd. Der Etat wurde mit Schulden von 7% pro Jahr einfach aufgestockt. Da läßt es sich leicht regieren.

Während Peer Steinbrück beim Bund Finanzminister war stiegen die Schulden des Bundes von 1490 Mrd € (2005) auf 1692 Mrd € (2009) etwa 50 Milliarden proJahr. Auch hier galt – „lustig ist die Schuldenmacherei“. Obwohl hier Angela Merkel die Richtlinien der Politik vorgab, hat Peer Steinbrück, der sein Ressort eigenverantwortlich leiten sollte, die Schuldenwelle locker mitgeritten. Dazu förderte er einige unheilvolle „Liberalisierungen des Bankenmarkts“ und die „Rettung“ von KfW und HRE. In seiner Amtszeit hat man auch begonnen Anleihen des Bundes in Fremdwährung zu begeben, die das Risiko und die Gebühren für die Banken erhöhen.  Offensichtlich versucht Peer Steinbrück sich mit Hilfe der Medien am eigenen, kümmerlichen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen in den er mit Elan und Hurra Gebrüll hineingeritten ist. Die SPD ist gut beraten, wenn sie diesen „Finanzhelden“ nicht als ihren Kanzlerkandidaten präsentiert. Im Wahlkampf werden die Sünden der Vergangenheit immer sehr genüßlich ausgeschlachtet.

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