So verdienen Banker am Unglück ihrer Kunden

Obwohl landauf, landab auf die bösen Banker und ihre Tricks geschimpft wird, kennen die wenigsten Bürger nicht einmal einige fundamentale Tricks der Branche. Man versteht ein wenig wie die Investment Banker arbeiten, wenn man sich Einzelfälle anschaut, die vor Gericht verhandelt werden. Die Citigroup musste 285 Millionen $ an ihre Kunden zurückzahlen, weil sie von der amerikanischen Aufsicht SEC bei einem krummen Geschäft erwischt wurde.

Vereinfacht lief das krumme Geschäft etwa wie folgt: die Citigroup hatte ein riesiges Paket von Hypotheken im Wert von etwa 1 Milliarde $ angesammelt. Nun hören die Banker ja das Gras wachsen und wussten, dass viele der Hypothekenkunden ihre Zinsen nicht mehr werden bezahlen können und gleichzeitig der Wert der Immobilien, die diese Kredite absichern, stark fallen werden. Man musste also einige hundert Millionen Verlust erwarten. Zunächst versicherte sich die Citigroup bei Ambac gegen Kursverfall ihres Pakets. Anschließend verkaufte die Citigroup die faulen Hypotheken an ihre Kunden. Wie von der Citigroup erwartet, verloren die Hypothen sehr schnell an Wert und die Kunden mussten riesige Verluste hinnehmen. Nicht so die Citigroup – sie machte sogar Gewinn, weil jetzt beim Versicherer Ambac die Versicherungsprämie fällig wurde. Ambac arbeitete wie alle Versicherungen. Prämien werden immer gern vorab kassiert, wenn dann allerdings der Versicherungsfall eintritt, ist nicht genug Geld da. Ambac ging dann Pleite (ähnlich wie AIG) und die Citigroup bekam nur einen Teil der Versicherungssumme. Das war immer noch ein gutes Geschäft, wenn man bedenkt, dass die Citigroup ja einen Verlust von einigen hundert Millionen vermieden hat. Die Gelackmeierten sind dabei u.a. viele US Gemeinden und Staaten (die offene Hand), die bei Ambac z.B. ihre Pensionsfonds abgesichert haben. Nun heißt es: wie gewonnen so zerronnen.

Wenn man heute über das zu geringe Grundkapital der Banken spricht, bleiben die typischen „Versicherer“ völlig außen vor. Man kann aber davon ausgehen, dass sie bei Eintreten nur weniger Versicherungsfälle genauso schnell Pleite gehen wie Ambac.  In der Bankenindustrie existiert ein Geflecht von Millionen solcher „krummer“ Geschäfte, sodaß niemand eigentlich vorhersagen kann, was passiert wenn es an einer Ecke zu hohen Ausfällen kommt. Man liegt aber sicher nicht falsch, wenn man das Schlimmste annimmt. Ähnlichkeiten mit der HRE usw sind rein zufällig.

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Irland hilft Google bei der 3 Milliarden € Steuer Schummelei

Anders als Schäuble’s müde Mannen ist der Internal Revenue Service in USA ein gefürchteter Gegner der Steuertrickser und -schummler. Der IRS ist nicht nur mit seinen Services im Internet gut aufgestellt, sondern versteht es auch Steuern bei den Internet Firmen zu kassieren. Zur Zeit ist man hinter einem 3 Milliarden $Steuerbetrug bei Google her. Bei internationalen Firmen ist es nämlich eine Geschäftsgrundlage, dass Gewinne im Auslandsgeschäft in Länder verschoben werden, in denen geringe Steuern bezahlt werden. Die Google Zentrale Europa steht nämlich nicht in Irland, weil man dort so tolle IT Spezialisten findet, sondern weil Irland das beliebteste Steuerschlupfloch in der EU ist. Viele Waren und Dienstleistungen werden über Irland in die EU eingeführt, weil man in Irland wenig Steuern bezahlen muss.  Speziell für Software und Services ist Irland ein Eldorado. Kein Wunder dass es mit der Wirtschaft in Irland (auf Kosten andere EU Staaten) wie auch in Luxemburg aufwärts geht. Pech für die Griechen, dass sie nicht so gut Englisch sprechen wie die Irländer. Viele Arbeitsplätze werden beim Steuerschwindel aber leider nicht benötigt sodaß die jungen Irländer wie früher in Scharen auswandern.

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