Schwindeln mit Statistik

Lüge ist‘s woran wir glauben sollen. Schon Adenauer sagte, dass er zum Regieren nur die Bildzeitung und die Meinungsumfragen von Frau Noelle-Naumann brauche, die durch ein Buch zur Schweigespirale bekannt wurde. Bürger, die eine vom Mainstream abweichende Meinung haben als Follower und Unterstützer, trauen sich weniger ihre Meinung in der Öffentlichkeit zu vertreten.

Solche Aussagen aus der Psycho sozialen Ecke werden gern mit dubiosen Statistiken untermauert. Die Teilnehmer der Umfragen werden willkürlich oder gezielt ausgesucht und mit Suggestiv-Fragen verwirrt. Eines der prominentesten Beispiele ist die Bürgerbefragung zum Katastrophen Projekt Stuttgart 21. Die Frage zur Abstimmung zu S21 war so gestellt, dass man mit JA stimmen musste wenn man gegen das Projekt war. Das haben die Bürger nicht geblickt. Befragt wurden die Bürger in ganz Württemberg, die meist vom S21 Projekt allenfalls indirekt durch sinnlose Geldausgeben des Landes betroffen waren.

Seriöse Umfragen sollten angeben wie die Teilnehmer ausgewählt wurden, welchen Bezug sie zur Frage haben und welche Fragen gestellt wurden. Grundsätzlich sind Umfragen sinnlos ohne Angabe der Qualifikation und Zahl der Befragten, die Zahl der Verweigerer, die trotz Aufforderung nicht an der Umfrage teilgenommen und die Zahl der Stimmen die für jede der Optionen abgegeben wurden.

Alle Alarmglocken sollten angehen wenn nur Prozentzahlen bei einer Umfrage angegeben werden.

Ein schönes Beispiel einer Umfrage „für die Tonne“ ist die folgende Abstimmung des Bündnis Bürgerwille. Der Vereinsname suggeriert, dass der Verein alle Bürger vertritt in Wahrheit sind es einige wenige. Es wurde auch nicht abgestimmt sondern nur Zuschriften ausgewertet. Wer schreibt schon eine Zuschrift als Antwort auf einen Rundbrief?

Zitat aus Bündnis Bürgerwille

Liebe Unterstützer von Bündnis Bürgerwille, im letzten Jahr hat das Bundesverfassungsgericht in einem aufsehenerregenden Urteil festgestellt, dass die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung zu hohe CO2-Emissionen verursacht und dadurch Grundrechte der nachfolgenden Generation verletzt. Da dies umittelbare Auswirkungen für die deutsche Energiepolitik hat, haben wir Sie in unserem letzten Rundbrief befragt, ob Bündnis Bürgerwille vor diesem Hintergrund den deutschen Atomkraftausstieg problematisieren und – genügende Erfolgschancen vorausgesetzt – auf dessen gerichtliche Revision dringen solle.

Wir haben daraufhin eine außerordentlich große Anzahl von Zuschriften erhalten, die sich weit überwiegend zustimmend äußerten. Insgesamt begrüßten etwa 85% von Ihnen ein solches Vorgehen, während etwa 15% entweder Vorbehalte gegenüber der Atomenergie äußerten oder Zweifel an den Erfolgsaussichten sahen.

Ein typischer Wichtigmacher Artikel, mit dem (wohl erfolglos) versucht wird die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

Es empfiehlt sich den Für die Tonne Check bei Statistiken und Umfragen zu machen die in den Medien täglich veröffentlicht werden.

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Warum will Putin Rubel für Gas und Öl

Who is who

Wirtschaftsexperten rätseln warum Putin jetzt Gas- und Öllieferungen in Rubel abrechnen möchte. Für Abnehmer ändert sich da wenig, sie bezahlen für die laufenden Beträge z.B. in Euro an die Staatsbank, die dann formal in Rubel umgewandelt werden.

Diese Massnahme richtet sich meiner Meinung gegen die Firmen der Oligarchen. Sie behalten die Euros für ihre Firmen im Ausland und geben die Devisen nicht an den Staat weiter. Bestes Beispiel ist Gazprom, das z.B. in Deutschland Firmen mit Gasspeichern gekauft und jetzt verkauft hat. Der Erlös geht natürlich zum Leidwesen von Putin nicht in die Staatskasse. Unser Wirtschaftsminister hat zur Freude von Putin die Transaktion gestoppt!

Die Oligarchen wissen natürlich dass ihre Vermögen in Russland nur „geliehen“ sind und von Putin mit einem Federstrich beschlagnahmt werden können. Die Oligarchen haben deshalb Immobilien und Firmenanteile im Ausland gekauft sowie das Klimpergeld in der Schweiz angelegt.

Das hat eine lange Tradition. Beim Skifahren in der Schweiz traf ich vor 30 Jahren eine nette Familie aus der Tschechoslowakei, die sich damals den teuren Urlaub in der Schweiz leisten konnte. Der Großvater hatte als Minister im kommunistischen Regime für seine Nachfahren genügend Geld in der Schweiz sicher angelegt.

In der Schweiz gibt es etwa 10 000 Anwälte, die Interessenten auch aus Deutschland z.B. bei der Gründung von Stiftungen für die Versorgung ihrer Nachkommen beraten

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