I21 – Irrenhaus Stuttgart

Die Diskussion des sogenannten Stresstest für den Stuttgarter Tiefbahnhof hat erwartungsgemäß gezeigt, dass man mit dem neuen Bahnhof recht viele Züge bewältigen kann. Das ist aber absolut nebensächlich, da auch in Stuttgart der Fernverkehr stetig zurückgeht. Der Nahverkehr speziell in der hauptsächlich genutzen West-Ost Richtung verschlechtert sich mit den geplanten Baumaßnahmen. Der an sich vernünftige Vorschlag (den Heiner Geißler vom Chef der Gutachter Firma SMA gesteckt bekam) den bestehenden Bahnhof einfach durch einige Fernverkehrsgeleise zu erweitern, wie z.B. in Zürich, Wien usw kommt natürlich zu spät und ist wirtschaftlich ähnlich sinnlos wie die konkurrierenden Pläne S21 und K21. Technisch und politisch ist dieser Vorschlag aber  wesentlich sinnvoller als S21 oder K21. Heiner Geißler ist da geschickt auf einen Zug aufgesprungen. Er hätte aber wahrscheinlich beim Streit um Bahn- oder Flugverkehr auch den Bau einer Brücke akzeptiert, um sich als Schlichter zu profilieren.

Fachlich kann man über S21 schon lange nicht mehr diskutieren. Die politische Szene wird dazu immer irrationaler. In der Landesregierung Baden-Württemberg sitzen Befürworter (SPD) und Gegner (Grüne) am Kabinettstisch und sind sich eigentlich nur in einer Sache einig. Sie wollen weiter am Kabinettstisch bleiben nachdem sie die CDU von den Fleischtöpfen weggedrängt haben. Beim von den Grünen geplanten Volksentscheid werden garantiert zu wenig Bürger mitmachen, da sie ja sowieso nichts an den Projekten der Bahn ändern können. Das Feigenblatt der Grünen ist da wohl zu durchsichtig.

In der Stadt Stuttgart hat sich der Grüne Werner Wölfle endlich einen Bürgermeistersessel erkämpft. Damit ist ein prominenter S21 Gegner dem S21 Befürworter, Oberbürgermeister Schuster, unterstellt. Die CDU in Baden-Württemberg ist über Nacht in die Bedeutungslosigkeit versunken und versucht nun über den Bundesverkehrsminister Ramsauer, der Grün/Roten Landesregierung möglichst viel Ärger zu bereiten. Dem fehlt aber hinten und vorne das Geld, um die Infrastruktur der Straßen in Deutscland zu erhalten. Da seine Chefin aber das Geld lieber bei den Banken raushaut wird er demnächst noch mehr Probleme bekommen.

Ähnlich irrwitzig sieht es bei den S21 Gegnern aus. Dort haben die sogenannten Parkschützer mit einem selbst ernannten bei Greenpeace im Protest ausgebildeten Anführer, die Führung übernommen. Der Rest der überwiegend bürgerlichen S21 Gegner ist diesen Profis hilflos ausgeliefert. Es ist eben schwer ohne Ausbildung im Dagegen-Kampf in der jetzigen Szene zu bestehen. Letzendlich wird die Sache wieder durch einige wenige Gruppen in der Gesellschaft entschieden. Die gewählten Abgeordneten bleiben wie so oft außen vor.

Der einzige vernünftige Mensch scheint im Moment der Technikvorstand der Bahn, Volker Kefer (ein echter Dr.-Ing.), zu sein. Nach der Vorstellung des S21 Stresstests fuhr er nach Oberbayern (wahrscheinlich mit dem Dienstwagen) um dort mit seinem Motorrad durch Motorenlärm und vermehrtem CO2 Ausstoß für die Verringerung der Lebensqualität der Bayern zu sorgen. Kein Wunder er kennt ja den Komfort und den Service der Bahn und weiß, dass man wahre Lebensqualität nicht in den Zügen der DB erleben kann..

Absolut irrsinnig ist inzwischen

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