Die Fluten der Sozialpsychologie

Sozialpsychologen sind beliebte Gäste bei Diskussionen und Talkshows. Die Sozpsychos haben die Theologen als Welterklärer abgelöst. Ob Armut oder Reichtum, Wirtschaft, Politik, Naturwissenschaften, Psychologie, Kommunikation, Internet, AI, Energie (Der Lichtschalter als Element der persönlichen Selbstbestimmung des Menschen) usw überall sind die Sozpsychos kompetent!

Als neues Forschungsfeld wurde nun der Klimawandel mit seinen Auswirkungen auf Psyche, sozialem Verhalten, Endzeiterwartungen usw entdeckt.

Die Papers werden auf der Plattform academia.edu veröffentlicht. 113 Millionen ”Forscher“ veröffentlichen da ihre Papers, die meist kein Verlag oder akademische Gesellschaft angenommen hat.

In wohl keinem anderen Fachgebiet kann man so leicht wissenschaftliche Arbeiten veröffentlichen. Zitat aus einem Artikel der FAZ Papers sind geduldig .

Diese erste Wahrnehmung mag damit zu tun haben, dass sich kein Fach aktiver auf der Plattform ausbreitet als die Sozialpsychologie (rhizomatisch in Zeitgeschichte, Medien, Geschlechter-Thematik auswuchernd), ein Fach, das sehr genau weiß, wie ein akzeptables Paper gebaut wird, dafür aber mit relativ wenig Forschung zufrieden ist und deswegen seit geraumer Zeit in einer „replication crisis“ steckt – die flink gewonnenen Ergebnisse lassen sich oft nicht wiederholen.

Dabei spielt es keine Rolle ob ein Peer Review stattfand oder das Paper von Kollegen zitiert wird. Da geht es häufig nach der Devise ”zitierst du mich, zitier ich dich”, da das Renommee und häufig auch die Bezahlung der Wissenschaftler von der Zahl der Zitate abhängt. Beliebt sind auch Kongresse, die in der Nebensaison an schönen Orten in teuren Hotels veranstaltet werden. Die Teilnehmer bzw ihre Universitäten müssen dafür viel Geld bezahlen, daß ihr Paper im Tagungsband veröffentlicht wird. Viel Geld viel Ehr!

In diesen ”wissenschaftlichen“ Arbeiten findet sich so mancher Unsinn was ja nicht weiter schlimm wäre wenn nicht ein Heer von Sekundär-Journalisten den Unsinn aufgreifen und wissenschaftlich abgesegnet veröffentlichen würde.

Fake News auf höchstem Niveau

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#SaturdaysForPhysics – Mehr Wissen übers Klima

Das Klima ist in aller Munde aber nur in ganz wenigen Hirnen. Deshalb gibt es hier im Blog demnächst einige Nachhilfestunden in #SaturdaysForPhysics. Die Fachartikel zum Klimawandel werden in Englisch veröffentlicht und sind somit den meisten Abgängern von deutschen Schulen nicht zugänglich.

IPCC ist in aller Munde aber kaum jemand weiß, was diese IPCC Organisation eigentlich ist. Das IPCC ist eine politische Organisation – das sieht man bei den Vollversammlungen mit den politischen Repräsentanten aller angeschlossenen Länder. Dazu gibt es Expertengruppen, die in einem komplizierten Prozess Berichte generieren, die sowohl wissenschaftlich als auch politisch ausgewogen sein sollen.

Der wesentliche Einflussfaktor auf das Klima ist das Meer, das ja 71% der Erdoberfläche bedeckt und etwa 91% der von der Sonne gelieferten Energie aufnimmt. Dabei wird auf dem Meer recht wenig gemessen [1]. In Europa kennt man allenfalls den Golfstrom. Wenn der sich verringert braucht man in Europa keine Angst vor Erderwärmung haben.

Strömungen im Meer
71% der Erdoberfläche sind Meere
Das Meer ist keine Badewanne in der das Wasser langsam steigt!

Ein sehr guter Überblick des deutschen Wetterdienstes in Deutsch über den Stand der Meteorologie zum Thema Klima und Grundlagen der beteiligten Prozesse in Atmo- und Troposphäre.

Strahlungsbilanz der Erde

Die Wissenschaftler vom Deutschen Wetterdienst werden vom Bund finanziert. Sie werden aber offensichtlich von der Politik zu Klimafragen nicht konsultiert und tauchen auch in den ÖR Medien nicht auf.

Literatur:

[1] Understanding Global Temperature Measurements https://www.climate.gov/news-features/understanding-climate/climate-change-global-temperature
Wichtig: Welche Referenz Periode wird benutzt. Im Artikel werden die Mittelwerte der GMT für folgende Referenzperioden benutzt 1850 – 2018, 1880-1900 (Vorindustrielles Zeitalter) , 1901-2000 , 1986 – 2005 , 1981 -2010, 1988 – 2017 . Je nachdem welche Referenzperiode man verwendet erhält man unterschiedliche Werte der Temperaturerhöhung. Eine vernünftige Referenzperiode ist 1950 – 1980 weil es vor 1950 keine verläßlichen Meßungen mit genügend großer Zahl von Meßpunkten gibt. Die 1950 – 1980 Referenzperiode wird als Basis für GISS Temperatur Daten verwendet, deren Daten meist in Publikationen verwendet werden..

Wetten daß kaum jemand der eine GMT Erhöhung zitiert, weiß auf welche Referenzperiode sich der Wert bezieht: die Temperatur der Luft 2m über dem Erdboden, über dem Meer oder über Meer und Erdboden. Einfach mal den Pseudoexperten fragen ob die zitierte GMT über 5, 10 oder korrekt über 30 Jahre gemittelt wurde.

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