Das Parlament ist nur noch Deko – Emotionen in Medien haben mehr Einfluss auf die Politik

Unterschriften Koalitionsvertrag 2013

Bevor sich CDU(+ Wurmfortsatz CSU) und SPD sich um den neuen Koalitionsvertrag streiten, sollten die Strategen einen Blick auf den alten Koalitionsvertrag von 2013 werfen mit dem Titel Deutschlands Zukunft gestalten.

Schon bei einem Blick auf das Inhaltsverzeichnis wird klar, daß das Papier allenfalls als Altpapier taugt. Bei fast allen etwas konkreteren Zielen wurde wenig erreicht – z.B. Deutschland führend in Europa bei Digitalisierung! Ein Oberlehrer würde wohl zum Schluß kommen – das war eine Fünf –  setzen. Die wesentlichen Ereignisse der letzten Legislaturperiode wurden durch eher zufällige Medienberichte verursacht, die Probleme adressierten, von denen nichts im Koalitionsvertrag stand. Ein Flüchtlingsmädchen hat in 10 Minuten den Merkel-Panzer (15.7.2015) geknackt  und damit die größte politische Krise in der Nachkriegszeit ausgelöst.

Entscheidende Prozente bei den traditionellen Oma/Opa CDU Wählern verlor die CDU durch den Beitrag (12.09.2017) Merkel in Not, junger Mann schildert das Versagen der Regierung in der Pflege. Anders als z.B. die SPD Chefin Nahles glaubt, sind nicht die unterschiedliche Bezahlung von ärztlichen Leistungen bei Privat- und Kassenpatienten das größte Problem, sondern das Versagen der Strukturpolitik in Deutschland. Überall fehlen Ärzte und Pflegekräfte für die Basisversorgung. Ein neues Gesicht kann man sich dagegen vom spezialisierten Chirurgen sofort machen lassen.  Interessant ist in beiden Fällen, daß der gesamte Partei- und Regierungsapparat die Brisanz der beiden Problemfelder nicht erkannte (oder nicht erkennen wollte) und niemand sich traute der Chefin mal zu widersprechen. Mal sehen was über diese Problemfelder im neuen Koalitionsvertrag stehen wird.

Veröffentlicht unter Abgeordnete, Allgemein, Politik, Wahl2017 | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Gegen Schmutz bei Twitter und Facebook – Konto sperren anstatt Netzwerkdurchsetzungsgesetz

Falscher FuffzgerAnstatt sich auf sinnlose Streitereien einzulassen, was zulässig ist oder nicht, sollten Twitter und Facebook einfach auffällige Konten sperren. Facebook sperrt heute z.B. Konten, wenn nicht genügend Eingaben gemacht werden oder nimmt Seiten aus dem Suchindex heraus was einer Löschung entspricht. Dagegen kann nicht geklagt werden. Offensichtlich reicht ein geringer wirtschaftlicher Schaden bei Facebook oder Twitter (weniger Klicks und geringere Werbeeinnahmen) als Begründung schon aus, inaktive Benutzer abzuschalten. Deren Meinungsfreiheit gilt dann offensichtlich nicht mehr.

Kein Benutzer von Facebook oder Twitter hat einen gesetzlichen Anspruch darauf, daß seine kriminellen Ergüsse auf deren Plattformen veröffentlicht werden. Eine Zeitung kann auch nicht gezwungen werden beliebige Leserbriefe zu veröffentlichen. Genau wie eine Zeitung muss sich Twitter und Facebook auch an geltendes Recht halten und ähnlich wie Automobilfirmen bei Fehlverhalten bestraft werden. Heise hält z.B. sein Forum vorbildlich sauber (die verstehen auch etwas von Technik)

Heise Schmutz SperreDie Haßbürger und Falschmelder können jederzeit eine eigene Website einrichten, auf der sie beliebige Nachrichten absetzen können und ihr Recht auf Meinungsfreiheit ausüben. Für die eigene Website sind sie aber dann rechtlich voll verantwortlich! Es ist auch nicht einzusehen daß Bundestagsabgeordnete Fehlmeldungen oder Haßparolen veröffentlichen dürfen ohne daß der Vorgesetzte (der Bundestagspräsident Schäuble) einschreitet. Firmenangehörige werden dagegen schon bei geringfügigen kritischen Bemerkungen entlassen.

Journalisten und andere Plattformnutzer, die Fehlmeldungen und Hetzparolen in ihren Kommentaren verbreiten, sollten ebenfalls nach Recht und Gesetz belangt werden.  Der übliche Trick „der braune Storch hat gesagt: …… “ hilft dann nicht mehr.

PS Auch bei diesem Blog wird jeder Kommentar vor der Veröffentlichung vom Autor geprüft! So viel Sorgfalt muss schon sein.

 

Veröffentlicht unter Ärgernis, Politik | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar