Paradise – wieviel Gewinne haben Apple u.a. steuerfrei gebunkert?

In einem Artikel der NY Times findet man eine schöne Aufstellung von großen US Firmen, die ihre Gewinne steuerfrei im Ausland gebunkert haben.  Beispiele in Milliarden $: Apple (236), Microsoft(146), Google (78), IBM (71), JP Morgan (38). Den größten Steuerverlust haben dabei die USA. Das scheint aber die US Regierung wenig zu kümmern solange genug Gelder in die Parteikassen gespendet werden.  In Deutschland bezahlt Apple bei 425 Millionen € Umsatz nur 11 Millionen Steuer auf die Gewinne der Apple Läden. Die Geräte werden aus Irland geliefert. Dafür bezahlen die großzügigen deutschen Apple Kunden 80 Millionen € Umsatz(Mehrwert)steuer. Die Unternehmensteuern sind offensichtlich nur Peanuts. Donald Trump ist gar nicht so dumm, wenn er die Steuer auf Unternehmensgewinne auf Null setzen will. Zum Vergleich – die Einnahmen aus der Energiesteuer (Mineralölsteuer) betrugen in Deutschland im Jahr 2016 etwa 40 Milliarden €. Durch direkte Steuern für die Endverbraucher kann der Staat mehr Einnahmen mit geringem Aufwand erzielen.

Die Aktionäre der Firmen mit hohen Gewinnen, die im Ausland steuerfrei geparkt sind, haben kein großes Interesse an der Rückführung. Diese erhöhen den Wert der Aktien. Den Kursgewinn müssen die Aktionäre auch nicht versteuern, was eigentlich nicht einseitig ist. Otto Normalverbraucher muss dagegen alle Einnahmen, die er sich mit Arbeit redlich verdient hat, mit progressiv ansteigenden Steuersätzen versteuern.

Erstveröffentlichung: 2017

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Wie gefährlich ist eigentlich Feinstaub für die Gesellschaft?

Das Leben der Menschen in Deutschland wird durch viele Dinge bedroht z.B. durch Verkehrsunfälle z.B 3206 Tote im Jahr 2016. Die Zahl der Toten ist ziemlich genau. Der Unfalltod wird durch Protokolle der Polizei und die Totenscheine der Ärzte dokumentiert. An den Folgen des Rauchens, aktiv und passiv starben im Jahr 2016 in Deutschland etwa 121 000 Menschen (etwa 13.5% der Todesfälle)  – das verkündet die Deutsche Krebsgesellschaft. Da nur ganz wenige Raucher mit der Zigarette in der Hand sterben, ist die Zuordnung des Todesfalls zum Rauchen nicht ganz eindeutig. Eigentlich verringert sich dadurch nur die mittlere Lebenszeit (meist auch die Zahl der Lebensjahre in Rente!) der Raucher um etwa 10 Jahre. Das trifft besonders den ärmeren Teil der Bevölkerung, die mehr raucht als die Wohlhabenden. Der Staat verdient während der Lebenszeit der Raucher durch die Tabaksteuer und die Rentenversicherung nach Ableben durch Einsparung der Rente. Deshalb wird wohl das Rauchen auch nicht durch die Gesetzgebung verboten oder eingeschränkt. Die mittlere Lebenszeit bezogen auf die Gesamtbevölkerung verringert sich durch Rauchen um 49 Tage. Man kann diese Zahl als Meßgröße für die Relevanz des gesellschaftliche Relevanz des Problems betrachten. Der Bürger kann direkt auf seine Lebensqualität und Lebenserwartung Einfluß nehmen indem er nicht raucht.

Die Zahl der durch Feinstaub verursachten Todesfälle und die dadurch verlorenen Lebensjahre ist nicht einfach zu bestimmen. In der Presse (z.B.  Stuttgarter Nachrichten) wird eine Zahl von 46 000 frühzeitigen Todesfällen durch Feinstaub gehandelt. Etwa 40% sollen dabei in der Landwirtschaft anfallen. Offen bleibt aber z.B. wieviele passiv Raucher da dabei sind. Schaut man sich die Mitteilungen des Umweltbundesamtes an, so findet man keine Daten über die Zahl der Todesfälle noch die Zahl der jeweils verlorenen Lebensjahre. Es gibt keine Diagnose „Tod durch Feinstaub“ durch Ärzte. Die Todesfälle werden von Herz- und Langenkrankheiten mit dubiosen Verfahren hergeleitet. Der Bürger kann sich durch Wahl eines Arbeitsplatzes und seiner Wohnung (Einbau einer Klimaanlage mit Filter) der Gefahr durch Feinstaub entziehen. Unverständlich ist dabei, daß der Trend zum Wohnen in den größeren Städten geht, wo die Feinstaubbelastung hoch ist.

In über 90% der Fläche in Deutschland ist Feinstaub kein Problem. Es ist deshalb nicht einzusehen warum z.B. 10 Millionen ältere Dieselfahrzeuge mit hohen Kosten (sicher > 1000 €/Fahrzeug) umgerüstet werden sollen. Es ist viel billiger und effizienter, in den hoch belasteten Städten den Verkehr durch Fahrverbote an kritischen Tagen zu begrenzen. Das funktioniert sogar in USA, dem Land der Freien. Die Städte wie z.B. Stuttgart haben durch unsinnige Baumaßnahmen z.B. Blockade des Straßenbaus durch S21 und Müllverbrennung in der Stadt unzulässige Schadstoffkonzentrationen provoziert. Es ist nicht einzusehen, daß die deutschen Dieselfahrer dafür > 10 Milliarden € investieren sollen, obwohl sie gar nicht in Stuttgart oder anderen Städten fahren wollen.

Besonders ärmere Bürger sind auf billige, ältere Dieselautos angewiesen. Sie können keine 40 000 € für ein Elektroauto ausgeben oder sich wie Winfried Kretschmann von einem Fahrer in einem Luxusautomobil mit eingebauter Chemiefabrik chauffieren zu lassen.

PS Das Verbot von Dieselfahrzeugen würde in vielen ärmeren Ländern begrüßt – dort wartet man schon auf die billigen, zuverlässigen Diesel aus Deutschland, die man sicher noch 15 Jahre zur Produktion von CO2 für das Weltklima einsetzen kann.

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