Ist CO2 schuld an Sturm, Hagel und Überschwemmungen

Wendeplatte-FotoIm Sommer nehmen die deutschen „Klimaexperten“ in Zeitungen, Fernsehen (jetzt schon selbst im Feuilleton der Zeitungen und des Fernsehens) jedes Unwetter als Anlass auf die deutlich sichtbaren Folgen des Klimawandels hinzuweisen. Dabei sind die Experten eigentlich nur Zeugen eines sehr gut arbeitenden Regelmechanismus der Natur. Wenn die Sonne scheint wird es warm, dann verdunstet Wasser und Wasserdampf steigt auf. Das verursacht dabei auch Thermik und kommt dann als Wasser oder gar als Hagel oft im Sturm wieder zur Erde. Wie auch Normalbürger beobachten können, kühlt sich nach Gewittern die Luft auch ab. Dabei sind sich fast alle einig, dass es früher, als die Menschheit noch nicht so viel CO2 in die Luft geblasen hat, keine so schlimmen Unwetter gegeben hat. Gern spricht man dabei von Jahrhundertsturm oder Jahrhunderthochwasser. Selbst renommierte Klimawissenschaftler, z.B. von der deutschen CO2 Hiobsbotschaft PIK, konnten aber keine systematische Veränderung der Großwetterlagen z.B. in Mitteleuropa im letzten Jahrhundert feststellen. Das liegt u.a. daran,  daß es keine umfassenden und genauen  Messungen von Wetterdaten über längere Zeiträume gibt. Die Hochwässerstände an Deutschlands Flüssen wurden dagegen schon länger dokumentiert. An vielen Häusern an Rhein, Donau, Mosel usw findet man Hochwassermarken an Häusern.

Besonders interessant sind z.B. die Hochwassermarken am Wassertor in Schärding am Inn. In Schärding gab es 2013 ein Jahrhunderhochwasser, bei dem der Inn ca 7 Meter über den Normalpegel anstieg und locker den 1. Stock der Gebäude erreichte. Der Innpegel in Schärding ist besonders interessant weil über den Inn fast die gesamte Regenmenge des Voralpengebiets abfließt und der Inn kurz hinter Schärding auf dem Weg nach Passau durch eine Engstelle fließt in die man einen Damm zur Gewinnung von grüner Energie gebaut hat! Die Schärdinger haben an ihrem Wassertor die Pegel bei Überschwemmungen  dokumentiert.

Pegel-Schärding-2013 Hochwassermarken Schärding 2013

Das Wasser stand wirklich im ersten Stock des Turms. Es scheint sich als wirklich um ein Jahrhunderthochwaser gehandelt zu haben. Blickt man aber ein wenig weiter nach oben so sieht man folgende Hochwassermarken:

Pegel-Schaerding-1598 Hochwasser Marken Schärding 1598

 Das Jahrhundert war offensichtlich gar nicht so lange. Im Jahr 1954 stand das Wasser schon höher. Die absolute Höchstmarke wurde 1598 erreicht- Da stand das Wasser noch einen Stock höher. Damals waren der Inn und seine Zuflüsse noch nicht begradigt und die bayrischen Niederungen waren noch Sümpfe und Sumpfwiesen. Auch ohne CO2 muss es damals wohl sehr heftig geregnet haben.

Bei näherer Analyse des Hochwassers 2013   stellte sich heraus, dass der höchste Stand des Hochwassers durch eine Sturzwelle ausgelöst wurde. Unter einer Strassenbrücke hatten sich Bäume und Sträucher verkeilt und einen Damm gebildet. Als der Damm brach gab es eine riesige Flutwelle. Den gleichen Flutwellen Effekt gab es übrigens beim Jahrhunderthochwasser in Hechingen. Die Wasserverwaltungen der Länder und Gemeinden entfernen Sträucher und Bäume in den Flussläufen nicht mehr. Da kann man Geld sparen und erhält noch viel Beifall von den Umweltschützern werden doch neue Habitate für Vögel und Kleintiere geschaffen. Auch die Anlieger kultivieren gerne eine Sichtschutzhecke auf Flussböschungen. Früher war der wilde Bewuchs an Flussufern kein Problem. Die armen Leute holten das Kleinholz zum Heizen für ihre Null-Komfort Öfen – im Wald war das verboten!

Es wird dringend empfohlen, ähnlich wie beim Atomeinstieg und dem Waldsterben (Buch: Und ewig sterben die Wälder) der monokausalen CO2 Argumentation und der Forderung nach mehr Geld für die Klimaforscher nicht kopflos zu folgen.  Herr Trump und Herr Putin liefern weit bessere Argumente für die Abkehr von Oel und Gas als die Klimawandel Lobby.

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Die Sorge um den sozialen Aufstieg und Abstieg in Deutschland

Wiulff_G_smallNun ist es wieder Zeit für Sommerparties mit Verwandten und Bekannten. Nachdem die Fussball WM vorbei ist und man mit dem Thema Klimakatastrophe an schönen Sommerabenden nicht so richtig punkten kann bietet sich das Thema Zukunft der Jugend als übergreifendes Thema vor allem für das Zuhören an.

Bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter sind Eltern und Grosseltern noch sehr optimistisch. Selbst die Kleinen werden schon in Richtung ihrer Wünsche (oder ihrer Eltern) erzogen. Unzählige Profile und Schwerpunkte der verschiedenen Anstalten machen die Auswahl in den größeren Städten schwierig. Hier gibt es vom städtischen Kindergarten für Kinder mit Migrationshintergrund bis zum Waldkindergarten für die Grünen bis zum mehrsprachigen Elitekindergarten für die besseren viele Angebote. Da an vielen Grundschulen die Noten abgeschafft und für den Übergang zum Gymnasium keine Prüfungen oder Zeugnisse verlangt werden berichtet man fast nur von Wunderkindern. Eventuelle Schwächen der Kinder z.B  in Mathematik werden durch überragende Leistungen in Sport, Musik, Bildende Kunst oder in Sprachen mehr als ausgeglichen –  nach Meinung der Eltern und Grosseltern.

Im Gymnasium kommt es dann häufig zu leichten Irritationen wenn man bemerkt, dass der eigene Nachwuchs nicht unbedingt zur intellektuellen Elite gehört. Hie beginnt bereits die Angst vor dem sozialen Abstieg des eigenen Nachwuchses. Mit Nachhilfestunden, Wechsel auf dubiose Privatschulen usw versucht man die Chancen des eigenen Nachwuchses zu verbessern. Hat der Nachwuchs (wie fast alle) bis zum Abitur durchgehalten wissen viele nicht was sie werden wollen. Beliebt sind deshalb Weltreisen (wie die Bildungsreisen zu Zeiten Goethes), in denen man die eigene Bestimmung zu finden versucht und dann feststellt, dass schon Hunderte anderer Abiturienten auf die Idee gekommen sind, bei den australischen Farmern im Outback Schafe zu hüten oder in Neuseeland in einer Bio-Frittenbude zu kellnern. Die Eltern und Bekannten müssen diese Weltreisen alle ganz toll finden. Auf den Parties werden da die erstaunlichsten Erlebnisse geschildert, die über WhatsApp und Facebook kommunziert werden. Kommt man von der Weltreise zurück hat man natürlich alle Probleme der Zukunftsplanung wieder vor sich.

Bei der Entscheidung für einen Beruf oder Studium ist es vor allem wichtig, dass der beabsichtigte Beruf  „Spass“ macht. Ob man damit seinen Lebensunterhalt verdienen kann ist häufig nebensächlich. Ich rate dagegen den Jugendlichen ihren Beruf so zu wählen, dass sie genügend Geld verdienen, um sich ihren „Spass“ leisten zu können.

Ist man dann mit einem Studium fertig, finden vor allem die beliebten „kreativen“ Berufe häufig keine adäquate Stelle und schlagen sich dann als Schwarzarbeiter, bevorzugt in Berlin, mit viel „Spass“ durch. Die  Subventionen von Eltern und Grosseltern werden gerne als selbstverständliche Systemhilfe angenommen..  Hier werden die Sorgen über den sozialen Abstieg der eigenen Brut schon etwas größer.

Selbst wenn die Kinder ernsthafte Berufe wie Ingenieur, Betriebswirt oder Jurist ergreifen, kommen sie oft beim Staat oder den Sicherheit verheißenden Großbetrieben nicht unter, Alle großen Firmen reduzieren ihre Stammbelegschaft in Deutschland. Selbst Forschung- und Entwicklung werden heute in andere Länder ausgelagert. Wer bei den Praktika während des Studiums etwas Erfahrung gesammelt hat, kann sich als Freelancer betätigen. Muss sich aber von Auftrag zu Auftrag hangeln. Auch hier ist die Sorge vor dem sozialen Abstieg ein verlässlicher Begleiter.

Gründen die Kinder dann eigene Familien, dann wird vor allem für Frauen der soziale Abstieg eine fifty-fifty Bedrohung. Geht die Ehe in die Brüche, können viele Frauen nicht mehr ihren sozialen Standard halten. Dafür reicht in der Regel das Einkommen der Frau und die verfügbare Zeit nicht aus. Hier soll der Staat, das heißt die Steuerzahler die verfahrene soziale Situation durch allerlei Subventionen und Infrastruktur einspringen.

Obwohl wir in Deutschland sehr viele Soziologen, Volkswirtschaftler und andere Experten haben, gibt es keine verlässlichen Daten und speziell keine Langzeitstudien über das Problem des sozialen Abstiegs. Selbst für den sozialen Aufstieg gibt es keine verlässlichen Zahlen. Sicher ist nur, dass Ganztagsschulen nicht die Lösung des Problems sind. Dazu muss man sich nur einmal den Ganztagsbetrieb in den amerikanischen Schulen ansehen. Unsere Politiker versagen hier ähnlich wie bei anderen sozialen Problemfeldern und versuchen mit der These „Alles wird ja gut“ über die Runden zu kommen. Empfohlene Lektüre aus der Schweiz – der Artikel von Monika Bütler : Die ewige Angst vor dem Abstieg

Siehe auch: Die armen akademischen Schweine in den PIIGS Staaten

Englisch: So wirst du super,super reich mein Sohn

 

 

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