Europäisches Patentamt geht nach Paris

Bei der Diskussion um die Niederlage der Kanzlerin bei Fiskalpakt und EZB geht ganz unter, dass Frau Merkel auch die Schlacht um das europäische Patentamt verloren hat. Obwohl eigentlich München mit einer bereits jetzt gut organisierten Behörde die vernünftigste Lösung gewesen wäre, wird das Europäische Patentamt in Paris angesiedelt. In den Stellenausschreibungen wird dann natürlich Französisch als Sprache verlangt, die fast kein deutscher Ingenieur beherrscht, da Französisch in der Welt der Technik völlig irrelevant ist. Spanier und Italiener sind etwas schlauer als die Deutschen – sie machen beim europäischen Patentamt einfach nicht mit. In Paris wird nun mit viel Geld ein europäisches Patentamt aufgebaut, das wohl ein Jahrzehnt brauchen wird, bevor es sinnvoll arbeiten kann. Herr Hollande hat ja versprochen, dass er in Frankreich neue Arbeitsplätze schafft. Im Gegensatz zur Kanzlerin scheint er zumindest einige seiner Versprechen zu halten.

Für weltweit agierende Firmen sind eigentlich nur amerikanische Patente (wenn überhaupt) sinnvoll. Da kann man mit geringem Aufwand sich zunächst mal die Rechte sichern und erst dann in den teuren Patentprozess (und dabei alle Details der Erfindung angeben) gehen, wenn man sicher ist, dass sich das Patent auch lohnt z.B. wenn die Konkurrenz es verwendet.

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Welche Rolle spielen Morgan Stanley und JPMorgan eigentlich in der Euro-Zone?

Bei fast allen Krisenstaaten und Krisenbanken sind eine oder gar alle zwei großen US Banken mit im Spiel. Die Banken agieren als Berater, haben den betroffenen Banken Geld geliehen und sind in vielen anderen Geschäftsbeziehungen tätig. Wahrscheinlich haben die beiden Banken einen besseren Überblick über die Lage in der Euro-Zone als die Politiker, die vom Geschäft dieser Banken eigentlich nichts verstehen. Dadurch sind sie bei allen Regierungen als Berater gefragt. Man hat damit die Böcke zu Gärtnern gemacht.Das Hauptziel der US Banken ist es, die eigenen Verluste zu minimieren. Besonders JPMorgan steht mit dem Rücken zur Wand, nachdem gerade 9 Milliarden $ Verlust aus dem Handelsgeschäft anfallen.

Eine kritische Bestandsaufnahme ist dringend notwendig. Man könnte ja mit Griechenland, Zypern, Italien, Spanien und Deutschland anfangen um das Ausmaß der Verflechtung zu erahnen. Hier wäre Transparenz dringend notwendig.

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