Nominierung eines CDU Kandidaten (Leonberg)

Im Wahlkreis des zur EU weggelobten CDU Minsterpräsidenten Oettinger („Günter der Stammler“) ist ein heftiger Streit um die Nachfolge als CDU Landtagsabgeordneter entbrannt, der typisch für die Nominierung der Kandidaten ist. Der Wahlkreis Leonberg gilt als sicher für die CDU (die Idee dass sich die Wähler mal anders entscheiden könnten wird ausgeschlossen). Der Kandidat Albrecht Fischer, Weingärtner, hat hinter Oettinger jahrelang brav den Mittelstands- und schwäbischen Grußonkel gemacht und fordert nun den Lohn für jahrelange Nibelungentreue ein. Der Gegenkandidat Konrad Epple, Schlossermeister,der schon zweimal vergeblich Oberbürgermeister in seiner Heimatstadt werden wollte, arbeitet mit allen Tricks um jetzt die vermeintlich viel niedriger hängende Frucht des Landtagsabgeordneten zu pflücken, weil er ja dafür nicht eine Wählermehrheit braucht. Die Qualifikation für die Arbeit eines Landtagsabgeordneten spielt offensichtlich keine Rolle. Allerdings passt sowohl ein Weingärtner (Trinken um zu Vergessen) als auch ein Flaschner (Spezialist für Entsorgungswirtschaft!) gut in den B-W Landtag. Entscheiden werden die Wahl etwa 40 CDU Mitglieder (es sein denn die Junge Union zaubert wieder einen Stammler aus ihrem Hut) , die mit allen Tricks rekrutiert werden. Mal sehen, ob die Wähler wieder brav ihren Stimmzettel für den CDU Kandidaten abgeben oder sollten in Leonberg anders als sonst in Schwaben die Herren schlauer als die Hunde sein .

Nachtrag am 10.7.2010: Interessant wie die Wahl ausging. Im ersten Wahlgang erhielt Fischer 172 und Epple 171 Stimmen. Damit war er aber nicht gewählt. Im zweiten Wahlgang wurde dann Epple mit 172 zu 171 Stimmen gewählt. Warum die erste Wahl nicht gültig war und ein zweiter Wahlgang dann mit der gleichen aber umgekehrten Entscheidung dann zum Endergebnis führte, erschließt sich Aussenstehenden nicht. Letztendlich haben einige wenige Parteimitglieder von 343 Angetretenen entschieden, wer in den Landtag gewählt wird. Vorausgesetzt die Wähler im Wahlkreis gehen wie erwartet ohne Protestblöken an die Wahlurnen und machen ihr Kreuzchen brav bei der CDU.

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