Emanzipation aber richtig – Schluss mit den Landesmuttis!

Herz_DTKennen Sie Frau Winterkorn oder wissen Sie in welchem Altersheim Herr Sauer heute Kaffee trinkt? Wahrscheinlich interessiert Sie das so wenig wie mich und finden es gut, dass Herr Winterkorn und Frau Merkel ihr Privatleben von ihrem Beruf trennen. Millionen von Deutschen machen das genauso u.a. weil beim Finanzamt schon ein kostenloses Essen für Mitarbeiter oder ihre Partner als geldwerter Vorteil angegeben und versteuert werden muss.

Ganz anders bei unseren Bundes- und Landesfürsten. Die „First Lady“ des Bundespräsidenten (stimmt gar nicht – offiziell ist es die Zweite, inoffiziell wahrscheinlich die x te) erscheint sogar auf der offiziellen Webseite des Bundespräsidenten.  Es sieht so aus als ob die Partnerin von Herrn Gauck einen offiziellen Auftrag hat, Deutschland zu repräsentieren. Diesen Auftrag hat sie aber weder durch Wahlen noch durch Parlament oder eine Bundesbegörde erhalten. Es ist nichts andere als eine Konvention, die aus der vordemokratischen Zeit übernommen wurde. Wenn schon das Land keinen König mehr hat, so soll wenigstens eine Königin im Land mitregieren. Als Begründung für diese anachronistische Einrichtung wird häufig das „Protokoll“ genannt, eine Einrichtung, welche eigentlich nicht mehr in unsere Zeit passt. Mir ist nicht bekannt, dass Deutschland international Nachteile erlitten hat weil Herr Sauer seine Gattin nicht bei Dienstreisen und Staatsbesuchen begleitet. Ähnlich ist es bei den Ministerpräsidentinnen der Länder, die es inzwischen ja schon sehr zahlreich gibt. Die Position des „First Gentleman“ gibt es da einfach nicht. Zaghafte Versuche von Herrn Westerwelle, diese Funktion mit seinem Partner zu besetzen, kann man wohl als gescheitert betrachten.

Diese Konvention ist für die Amtsträger immer mehr eine Last als eine Lust. Wechselt man den Partner wie z.B. Herr Wulff oder erlaubt sich kleine Seitensprünge wie Herr Hollande oder Herr Seehofer, so führt das zu erheblichen Komplikationen. Welche der Partnerinnen soll das „Protokoll“ denn nun einladen. Beziehungen zerbrechen auch, weil dienstliches und privates über die Position der „First Lady“ verknüpft sind. Man hat den Eindruck, dass diese Positionen nur noch für BILD ud BURDA am Leben erhalten werden. Wenn das so ist dann sollen sie für ihre Umsatzträger auch bezahlen. Dem Steuerzahler ist nicht zu vermitteln, dass für die jeweiligen Lebensabschnittsgefährten ihrer Amtsträger umfangreiche Sekretariate, Dienstwagen, Kleidung usw bezahlt werden müssen – natürlich alles noch steuerfrei. Falls die Partner der Amtsträger politisch und karitativ tätig sein wollen ist das zu begrüßen. Aber bitte auf eigene Kosten und ohne Sponsoren.

Unsere Amtsträger können dann endlich im Privatleben ihren Neigungen nachgehen und müsen nicht mehr Rücksicht auf das „Protokoll“ nehmen. Emanzipation für Alle.

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