Schulz, Söder, Nahles – bei Parteimitgliedern hui, bei den Wählern pfui

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Kalifornien ist nicht nur bei IT Technologie führend, sondern auch bei der Entwicklung der Gesellschaftsformen. Es gibt unzählige kleine spezielle Interessengruppen, die sich um einen „Führer“ scharen und sich zunächst in Facebook und Twitter zeigen. Die politischen Parteien haben zunehmend Probleme Führer zu finden, die auch von den Wählern akzeptiert werden. In den Wahlkreisen werden in den Vorwahlen (Primaries)  Kandidaten innerhalb der Partei gewählt. Typisch gewinnen dabei die bisherigen Amtsinhaber oder Kandidaten, die extreme Positionen innerhalb der Partei einnehmen. Die Enttäuschung ist dann groß wenn der Liebling der Partei bei der Bevölkerung überhaupt nicht ankommt. Die US Parteien haben deshalb die Vorwahlen auch für Wähler geöffnet, die nicht ihrer Partei angehören. Leider haben aber wenig unabhängige Wähler Lust, sich in die Wählerlisten der Partei eintragen zu lassen und den Parteikandidaten in ihrem Wahlkreis zu wählen.  Unabhängige Kandidaten, häufig Frauen, haben bei den nächsten US Abgeordneten-Wahlen gute Chancen die von Demokraten und Republikanern nominierten Partei Kandidaten zu schlagen. Bei den Wahlen zum Gouvernör braucht man einen bekannten Namen z.B. Reagan (bekannt von Cowboy Filmen) oder Schwarzenegger.

Besucht man Veranstaltungen der deutschen Parteien vor der Wahl ist man verblüfft, für welche Kandidaten sich das Parteivolk begeistert. Die Reden bestehen meist nur aus einer Ansammlung von Parteiparolen. Man erinnere sich nur an die Begeisterung der SPD bei der Nominierung von Schulz oder die Bierfestseligkeit der CSU bei der Rede ihres Spitzenkandidaten Söder. Bei den anderen Partien sieht es nicht besser aus. Außer den Parteimitgliedern finden wenig Wähler die Spitzenkandidaten Spitze. Besonders dumm handeln die Parteien wenn sie einen bekannten und bei den Wählern beliebten Politiker, wie z.B. Gabriel, durch eine beim Parteivolk beliebte Führerin wie Andrea Nahles ersetzen. Eine Arbeitertochter, die ihren Eltern 20 Semester auf der Tasche lag und es nur in der Partei zu etwas gebracht hat, finden die älteren SPD Damen in den Ortsvereinen ganz toll. Die Enttäuschung ist dann groß, wenn die Wähler eine solche Führerin nicht mit Begeisterung wählen.

Umgekehrt geht es bei den Grünen zu. Da wird ein beim Wahlvolk beliebter Ministerpräsident Kretschmann von den Grünen Froschträger Fundamentalisten abgesägt .

Einige fachkundige und bekannte Abgeordnete wie der Polizeiexperte Clemens Binninger (CDU) oder der Grüne Finanzexperte Gerhard Schick haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen sich bereits von ihren Parteien ab, weil sie als Experten in der Parteihierarchie keine Chance haben.

Herr Seehofer hat die Zeichen der Zeit auch erkannt. Er hofft, daß die Bayrischen Wähler bei der Landtagswahl ihre Stimme der CSU geben um einen beliebten CSU Kandidaten, der bei der Kungelei um die Listenplätze verloren hat, doch noch in den Landtag zu wählen. Wie häufig handelt es sich da um eine typisch bayrische Hinterfotzigkeit. Bei den Landtagswahlen gewinnt die CSU mehr Direktmandate als es ihr nach dem Proporz der Wählerstimmen zustehen würden. Da kommt kein Kandidat über die CSU Liste in den Landtag. Es entstehen aber viel Überhangmandate für die anderen Parteien.

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