Großfirmen bezahlen wenig Steuern

Obwohl die großen Firmen immer wieder klagen, dass sie zu hohe Steuern zahlen müssen, sind ihre Beiträge zum Steueraufkommen meist sehr gering. Eine Untersuchung in USA hat gezeigt, dass die Firmen so innovativ in Abschreibungen sind, dass sie unter dem Strich gar keine Steuern bezahlen. Nun hat es General Electric etwas übertrieben. Trotz einem Gewinn von 14,2 Milliarden $  will G.E. keine Steuern zahlen. Viel schlimmer G.E. – will eine Steuerrückzahlung von 3.2 Milliarden $.

Die Bankenindustrie hat es in fast allen Ländern geschafft, dass Einkünfte aus verwalteten Kapitaleinkünften niedrig besteuert werden. In Deutschland werden private Kapitaleinkünfte nur mit 25% Abgeltungssteuer besteuert. Das ist allemal attraktiver als die Steuersätze, die für Einkünfte aus Arbeit bezahlt werden müssen. In USA sind bei den privaten Einkünften aus Hedgefonds, Private Equity und Real Estate Fonds nur 20% Steuer fällig. Das Geschäftsmodell der Fonds beruht also nur auf einem Steuergeschenk, das die Lobbygruppen im Parlament durchgesetzt haben! In Deutschland sind die Verhältnisse ähnlich. Die private Vorsorge ist steuerlich gegenüber der Vorsorge durch Allianz und Co. im Nachteil. Die Lobbygruppen in CDU,CSU und SPD aus Hannover und München sorgen auch dafür, dass das so bleibt!

Es wäre einmal interessant zu wissen wieviel Steuern die großen Unternehmen und Finanzgesellschaften wirklich zahlen. Aus der typischen Steuer Aufstellung eines deutschen Großunternehmens (z.B. BASF) kann man nicht einfach ablesen wieviel Steuern an Gemeinden, Land und Bund wirklich gezahlt wurden. Wer kennt sich aus und macht sich die Mühe? Der größte Teil der Unternehmensbesteuerung erfolgt indirekt über die Einkommenssteuer der Mitarbeiter auf die gezahlten Löhne und über die Mehrwertsteuer, welche die Kunden bezahlen müssen. Siehe auch

Finanzen Baden Württemberg

Staatshaushalt Baden-Württemberg – wo kommt das Geld her und wo geht es hin?

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10 Milliarden für S21 oder Strominfrastruktur für Deutschland?

Bei der Diskussion über Abschaltung der Atomkraftwerke und Transport des von Windrädern erzeugten Strom in den Süden Deutschlands wird speziell von der CDU gerne auf die immensen Kosten für die Strominfrastruktur hingewiesen. Im Moment geht man davon aus, dass etwa 10 Milliarden € für die neuen Leitungen von Nord nach Süd benötigt werden. Das sind etwa die Kosten, die für Stuttgart 21 sowie den teilweisen Neubau der Zugstrecke von Stuttgart benötigt werden. Würde man die Wähler über diese Alternativen abstimmen lassen, wäre das Projekt Stuttgart 21 wohl ein für allemal ausdiskutiert.

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