Katastrophenschutz ohne Kommunikations Strategie

Deutschlands Politiker sind in Gedanken meist bei der eigenen Karriere, der Beobachtung der Medien und der Pflege der Meinungsumfragen gemâß der Strategie von Konrad Adenauer “Zum Regieren brauche ich nur die Bild-Zeitung und Meinungsumfragen von Frau Noelle-Neumann.“ Eine Strategie für den Katastrophenschutz wird man da nicht finden.

Ohne sichere Kommunikation bricht in Deutschland das Geschäftsleben und die Versorgung der Bevölkerung schnell zusammen. Durch die Privatisierung von Strom- und Kommunikationsdiensten in Deutschland ist eine Steuerung z.B. zur Aufnahme des Internet Services nicht möglich.

Im Falle einer Katastrophe wie z.B. bei Hochwasser, oder Stromausfall in der Fläche bricht sofort Chaos aus. Der traditionelle Katastrophenschutz funktioniert nicht mehr. Ohne Koordination öffentlicher und privater Einrichtungen kann man bei Katastrophen nicht schnell und effizient handeln.

Ahrtal ist das spezielle Notfallnetz der Hilfsorganisationen und der Behörden lokal total ausgefallen – es gab keine ausreichende Notfall-Stromversorgung. Bekanntlich fällt in Deutschland ja der Strom nie aus! Einen Backup Plan für übliche Mobilfunknetze, deren Sendemasten nicht Katastrophengebiet stehen gab es nicht (auch da geht Datenschutz vor). In Kanada gibt es ein seperates Funknetzt für den Betrieb der Sendemasten. Da werfen wohl Bären die Masten häufiger um!

In USA hat der Kongress den Auftrag für ein modernes Notfallnetzwerk FIRSTNET direkt an AT&T vergeben. Selbst in USA bekommt das eine Regierungsbehörde so schnell nicht hin.

AT&T Weltweites Angebot

In Deutschland wird man beim Ausfall des Internets wohl auf E-Bike Boten zurückgreifen müssen, da dann die Faxgeräte auch nicht mehr funktionieren. Es wird sich in Deutschland wohl kein Anbieter finden, der ein System ähnlich Firstnet auf die Beine stellen kann.

Für Katastrophen hat AT&T eine Fliegende 5G Basisstation erbaut

Fast noch schlimmer sieht es mit der Kommunikation bei der Bundeswehr aus. Da wird mit wenigen Uraltgeräten und privaten Smartphones kommuniziert.

Zum Glück für die Ukraine sieht es bei der russischen Armee noch schlimmer aus. Quora Warum sterben so viele hochrangige russische Militärs in der Ukraine? Mangels Kommunikationsnetz müssen sie selbst an die Front“, Die ukrainischen und US Nachrichtendienste hören da gerne mit wenn Termine gemacht werden.

Im Ukraine Krieg helfen konventionelle Methoden nicht mehr wenn alle terrestrischen Systeme zerstört oder gesperrt sind. Elon Musk hat STARLINK, ein kommerzielles Internet Zugangssystem geschaffen bei dem die Router in SpaceX Satelliten eingebaut sind. Das Starlink System nutzt Schwärme von niedrig fliegenden Satelliten, die man bei klarem Himmel sehen kann.

Spacelink Satelliten Kette am Nachthimmel

Elon Musk hat damit ein “sicheres WW Internet Netz” aufgebaut. Die kleinen SpaceX Satelliten fliegen in 550 km Höhe relativ niedrig damit die Zugriffszeiten nicht zu groß werden. In der Formation können die Satelliten sehr schnell miteinander kommunizieren. In Deutschland kostet die Starlink Empfangsstation 500€ und die monatliche Nutzungsgebühr 99€. Zusätzlich wird man wohl eine transportable Power Bank mit Batterie und ein Solarpanel wie beim Camping installieren.

10 000 Starlink Satelliten Zugangsgeräte wurden von Elon Musk und der US Regierung in die Ukraine geliefert. So funktioniert’s. Damit kann ein unabhängiges Not-Internet betrieben werden, das die Russen nicht stören können. An einem Starlink Knoten kann man dann mit einem WLAN Access Point bis zu 150 Benutzer versorgen. Clevere Bastler können die Reichweite des eigenen WLAN Routers oder Access Points mit einer Cola Dosen Antenne erhöhen. Das geht auch mit einem Stück Kupferrohr oder mit einer Gekauften Antenne für 15€

Cola Dosen WLAN Antenne

Diese nachhaltige Lösung war schon vor Jahren in Entwicklungsländern sehr beliebt als WLAN Zelle oder mobile Telefonzelle die man gegen geringe Gebühr bei schlechtem Empfang benutzen konnte. Gibt es auch als Wandertelefon am Strassenrand!

Im Falle einer Überschwemmung oder des Ausfalls (Kabelarbeiten!) kann man da auch für sich und die Helfer das WLAN eines freundlichen Nachbern nutzen.

Besonders clever wäre unsere Katastrophenscbutzbehörde aber auch für die Verteidigung ein verteiltes Notfall WLAN Netz ähnlich wie das Freelance Netz der Amateurfunker einführen würde. Das liesse sich mit einem kleinen Anteil aus den 100 Milliarden € Topf der Bundeswehr realisieren. Ein weiterer Vorteil: bei dem Projekt könnten sich die deutschen Datenschützer in ein sinnvolles Projekt einbringen. Motto: “Mein Hauptschlüssel gehört mir!” Ziel: das erste Prototyp Netzwerk mit Datenschutz vor Werbung, Behörden, Apple, Google , Huawei und Co sollte am 1.6.2023 laufen. Wer wagt’s – das Internet hat auch mal als Netzwerk von freien IT Bürgern angefangen.

PS Auch heute können Sie schon ein kleines privates WLAN Netz mit ihren Nachbarn gebührenfrei (widerrechtlich) betreiben.

Über portaleco

Ex University of Stuttgart, Memory and Logic Design Research, Quantum Memory. Ex IBM New Software Development & Management. Graphic System Product Development, 801 System Design System (Research), New Products Design Manager, Smartcard Security, Edge Computing, AI Signature Validation, IBM Portal Server. Customer Projects: Banking, Health, Automotive
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Internet, Politik abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Katastrophenschutz ohne Kommunikations Strategie

  1. Pingback: Kommunikation bei Katastrophen oder im Krieg – PrivatesPortal

Kommentare wieder zugelassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..